Robbie ein Flatcoat zum Verlieben

Leine

Während der Wachstumsphase mussten wir mehrfach ein neues Halsband anschaffen, da Robbie aus dem alten schnell herausgewachsen war. Dazu empfiehlt sich ein zusätzliches Welpengeschirr, welches rund um Hals und Bauch am Hundekörper angebracht wird und an dem die Befestigung der Leine oder des Auto-Anschnall-Sets am Rücken des Tieres erfolgt, was besonders nackenschonend ist. Die Leine selbst sollte mehrere Karabinerhaken besitzen und dadurch längenverstellbar sein, man benötigt sie auch häufig zum Festmachen des Hundes, z. B. im Restaurant. Zusätzlich besitzen wir eine 5-Meter-Laufleine, die wir allerdings selten benutzen, da man sich beim schnellen Einholen der Leine durch die stabile Rückzugsfeder leicht die Finger verbrennen kann.

Material und Farbe sind reine Geschmackssache. Da unser Hund vor keinem Gewässer halt macht, haben wir uns für Materialien aus Kunststoffen wie Nylon entschieden, die nicht wie Leder rissig werden und schnell trocknen. Im Winter kann auch ein Reflektor-Halsband mit Leuchten sinnvoll sein, mit dem der Hund dann – besonders im Dunkeln und auf freiem Feld – viel besser zu orten ist.

Stachelhalsbänder lehnen wir wegen der Verletzungsgefahr grundsätzlich ab. Die meisten Hunde lernen schnell, den Schmerz zu ignorieren und reißen nach wie vor kräftig an der Leine. Auch Robbie ist an der normalen Leine kaum zu bändigen, er stemmt sich mit Gewalt dagegen und wäre vermutlich als Schlittenhund hervorragend zu gebrauchen. Abhilfe kann hier nur das so genannte "Halti" schaffen. Es wird wie ein Halfter rund um Maul und Nacken befestigt und strafft das Maul bzw.schiebt bei zu starkem Zug den Kopf zur Seite Richtung Mensch. Dadurch ist der Hund gezwungen, langsamer zu laufen. Inzwischen ist auch ein Kind in der Lage, mit unserem 35-kg-Hund spazieren zu gehen.

Über misstrauische Blicke von Entgegenkommenden sollte man sich nicht wundern. Das Halti wird gern mit einem Maulkorb verwechselt und manche fürchten den "gefährlichen Hund". Aus der Nähe kann man aber schnell erkennen, dass der Hund auch mit dem Halti fressen, trinken und auch zubeißen kann!

An das Halsband ist die Steuermarke zu befestigen (da unsere durch Robbies Aktivitäten im Freien schnell verschleißt, haben wir sie im Portemonnaie dabei). Zusätzlich sollte man die Tasso-Marke anbringen; weiteres zu Tasso findet sich unter Tierarzt oder hier. Ganz besonders empfehlenswert ist eine kleine Marke mit einer eingravierten Telefon- oder Handynummer, die im Notfall schnell zur Rückgabe des entlaufenen Hundes verhilft.

Innerhalb geschlossener Ortschaften herrscht grundsätzlich Anleinpflicht, gleiches gilt für Wälder, wo es zum Schutz der Waldtiere ausdrücklich gefordert wird und in Naturschutzgebieten. Auf frisch eingesäten Feldern wird ein darauf herumtobender Hund mit Sicherheit den Zorn des Bauern auf sich ziehen, auf Stoppelfeldern geht das schon eher. Auch bei Jägern sind herumstreunende Hunde nicht besonders beliebt, vor allem wenn sie dabei Kaninchen oder anderes Wild hetzen. Man muss sich daher vorher vergewissern, wo es erlaubt ist, den Hund mal frei laufen zu lassen und wo nicht. Im Zweifel ist es eben nicht erlaubt. Städter haben es besonders schwer. Ein Stadthund wird sicher deutlich seltener ohne Leine herumlaufen dürfen, wenn die Besitzer nicht die Möglichkeit haben, hin und wieder an geeignete Stellen zu fahren. In unserer Nachbarschaft befindet sich ein Gewerbepark mitten im Grünen mit großen Wiesen und einem See. Dort finden regelmäßig Hundetreffen statt und kaum ein Hund geht an der Leine. Robbie rastet hinten im Wagen regelmäßig aus, sobald wir nur in die Nähe dieses Parks kommen. Bewaffnet mit Bällen, einer Decke und Proviant haben wir dort schon viele schöne Stunden verbracht.

 

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