Robbie ein Flatcoat zum Verlieben

Urlaub

Da für uns nur ein Urlaub mit Hund in Frage kommt, fallen bei den Reiseplanungen automatisch Flugreisen, Kreuzfahrten und Städtetouren aus. Natürlich haben wir auch mal das Bedürfnis, uns eine Großstadt ausgiebig anzusehen oder Museen zu besichtigen. Das ist nur zu organisieren, wenn man für eine alternative Betreuung  des Hundes zuhause sorgen kann. Auch längere Radtouren sind für einen Hund nicht geeignet.

In der Regel fahren wir also zum Wohnwagen auf dem Campingplatz am Strand oder mieten uns ein kleines Häuschen in einer ruhigen Gegend  für Wanderer mit Wasser liebenden Hunden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sowohl reine hundefreie Urlaubsgegenden gibt, wo man beim besten Willen kein Quartier mit Hund erhält und andere Ferienorte, die eindeutig auf Hundebesuch ausgerichtet sind. Das macht auch Sinn: Eltern mit kleinen Kindern würden auch Urlaubsziele aussuchen, wo sie ihresgleichen treffen können.

Robbie kennt unsere Vorbereitungen (Kofferpacken, aufräumen, hektisch herumlaufen und Sachen suchen) inzwischen schon so genau, dass er meist noch vor der ersten Reisetasche im Auto sitzt und allen Versuchen trotzt, ihn noch einmal herauszulocken. Glücklicherweise hatten wir uns schon vor Jahren für einen Kombi entschieden, so dass ausreichend Platz im Wagenfonds vorhanden ist. Das Gepäck muss dann leider auf den Rücksitz ausweichen. Wenn wir es mit den Urlaubseinkäufen arg übertrieben haben, landet die Schmutzwäsche dann in einem Bettlaken eingepackt hinten bei Robbie, der das dann als (für einen Hund) besonders angenehm duftendes Ruhekissen während der Heimfahrt nutzen kann.

Noch ein kleiner Spaziergang vor Beginn der Fahrt, den Magen nicht übertrieben gefüllt und eine kleine Flasche Wasser nebst Napf griffbereit – schon kann es losgehen.
Robbie liebt Autofahren, weil er es von klein auf gewöhnt ist und er schnell erkannt hat, dass damit meistens ein toller Ausflug verbunden ist. Er bleibt längere Zeit hinten im Wagen stehen und beobachtet die Fußgänger, andere Hunde und was sonst noch so interessant für ihn ist. Sobald es allerdings auf die Autobahn geht und das Fahrgeräusch ruhiger und gleichmäßiger wird, verschwindet der Kopf und er macht es sich richtig gemütlich. So können die nächsten zwei bis drei Autobahnstunden im Hunde-Tiefschlaf problemlos vorüber gehen. Dann ist es ja auch für die Zweibeiner Zeit, eine kleine Rast zu machen!

Jetzt macht es sich bezahlt, dass Robbie rechtzeitig gelernt hat, beim Öffnen der Heckklappe nicht sofort aus dem Auto zu springen! Als erstes wird die Leine angelegt, schon kann ein kleiner Spaziergang auf der Rastplatzwiese – aber bitte nicht auf den für Kinder vorgesehenen Plätzen – für Erleichterung sorgen. Robbie weiß schon, was man von ihm erwartet. Alle Stellen, die irgendein Kollege irgendwann vorher aufgesucht hat, werden ausgiebig besprengt. Wenn genug Zeit ist oder der Weg es zulässt, empfiehlt es sich auch, die Autobahn einmal zu verlassen und eine etwas ausgiebigere Pause mit größerem Auslauf zu machen. Dann sollte jedoch eine gewisse Ortskenntnis vorhanden sein. Der Hund bekommt anschließend noch etwas Wasser angeboten, schon kann die Fahrt weitergehen. Mit etwas Gewöhnung kann dann unserer Meinung nach ein Urlaubsziel bis etwa 1000 Kilometer Entfernung an einem Tag (ohne Stau) problemlos erreicht werden.

Die ersten Nächte verlaufen meistens unruhig. Die fremde Umgebung stresst den Hund. Er schläft in der Nacht nicht besonders gut und beantwortet jedes fremde Geräusch mit Knurren oder Bellen. Es hat sich daher bewährt, ein kleines Nachtlicht anzulassen und den Hund möglichst in Rufweite schlafen zu lassen, damit er unser beruhigendes IST SCHON OK, ROBBIE IST JA GUT auch sofort hört. Die gewohnte Hundedecke und das Lieblingsspielzeug haben wir sowieso dabei. Nach ein oder zwei Nächten ist es dann überstanden und wir können alle zusammen den Urlaub so richtig genießen.

Am Urlaubsort machen wir uns rechtzeitig schlau, wo der nächste Tierarzt sich befindet, um im Notfall die Adresse sofort parat zu haben.

Zumindest für die ersten Tage haben wir das gewohnte Futter dabei. Nach ausgiebigen Strandbesuchen und Schwimmen im Salzwasser hat Robbie häufig Durchfall, da braucht er am Abend seine gewohnte Mahlzeit, sonst riskieren wir weitere Beschwerden. Ebenso haben wir für den Hund die normale Ausrüstung an Medikamenten, Pinzetten und Wundspray dabei. In einer Gürteltasche kann man sie neben den Plastiktüten für das große Geschäft und den Leckerchen leicht verstauen. Eine Wasserflasche und die Plastikschüssel lassen sich in einem kleineren Rucksack unterbringen. Eine alte Kleiderbürste und alte Handtücher liegen hinten im Auto, um den Hund und die eigenen Schuhe bei Bedarf vor dem Einsteigen säubern zu können.

 

nach oben

Powered by Website Baker